Seniorenheim Neustadt (Orla)
So arbeiten wir
Der Pflegeprozess
Der Pflegeprozess stellt die pflegebedürftige Person ins Zentrum und sorgt für Kontinuität, Verbindlichkeit, Flexibilität, Sicherheit und Überschaubarkeit der Dienstleistung.
Eine Pflegefachkraft ist einer festgelegten Anzahl von Bewohnern kontinuierlich zugeordnet = Bezugspflege.
Die Pflegekräfte handeln auf der Basis der festgelegten Pflegeplanungen und Absprachen. Sie
bringen ihre pflegerischen Beobachtungen verantwortungsbewusst in den fachlichen Austausch ein und dokumentieren ihre Leistungen. Sie wirken an der Gestaltung der Pflegeleistung aktiv mit.
Eine gute Planung und die Transparenz der Dienstleistungen gehören zu den Voraussetzungen für eine optimale Pflegequalität.
Die Einrichtung erstellt für jeden pflegebedürftige/In
Heimbewohner/In eine Pflegeplanung als verbindliche Grundlage des Handelns.
Der Pflegeprozess entsteht im Zusammenwirken mit den jeweiligen Heimbewohner/Innen und ggf. mit ihren Angehörigen.
Unser Pflegeprozess
Die Mitarbeiter/Innen der Pflege und Betreuung arbeiten bei der Planung des Pflegeprozesses nach folgender Vorgehensweise:
Informationssammlung
Die Erhebung erster pflegerelevanter Daten erfolgt vor bzw. beim Einzug. Die Beschreibung des Ist-Zustandes orientiert sich an den Aktivitäten und existentiellen Erfahrungen des Lebens (AEDL) und wird dokumentiert.
Die Anamnese / Biografie einschließlich Gewohnheiten und Vorlieben wird innerhalb der ersten vier Wochen nach Einzug erstellt. Hilfreich hierbei ist auch die Frage nach wesentlichen Erfahrungen und einschneidenden Ereignissen. Bei der Erstellung der Informationssammlung ist darauf zu achten, dass die Informationen handlungsrelevant für die Pflege und Betreuung sind und dass sie vertraulich behandelt werden. Bei Veränderung des Ist-Zustandes muss dies in der Pflegeplanung berücksichtigt werden und aus dem Bericht ersichtlich sein.
Erkennen von Ressourcen und Pflegeproblemen
Innerhalb der ersten Wochen werden auf dem Pflegeplanungsblatt die Ressourcen und die entsprechenden Probleme zu den AEDLs formuliert. Im weiteren Verlauf wird die Pflegeplanung ständig überprüft, korrigiert und fortgeschrieben.
Wenn möglich werden die Schwerpunkte mit der/dem Heimbewohner/In, ggf. mit den Angehörigen herausgearbeitet. Bei der Erstellung der Pflegeplanung erfolgt eine Orientierung an den Ressourcen.
Als Pflegeprobleme werden die individuellen Schwierigkeiten I Einschränkungen der Heimbewohner/Innen beschrieben, die infolge von Krankheit, sozialen Verlusten und Behinderungen entstanden sind und deshalb verschiedener pflegerisch-therapeutischer Maßnahmen bedürfen. Die Formulierung der Ressourcen und Probleme sollte beobachtend, präzise und möglichst kurz sein.
Festlegen der Pflegeziele
Die Ziele beschreiben den angestrebten Zustand und dienen als Maßstab zur späteren Beurteilung der Pflege.
Die Ziele sollen so formuliert sein, dass sie möglichst messbar und realistisch sind; sie sollen mit der/dem Heimbewohner/In und ggf. mit ihren Angehörigen abgestimmt sein, vom Team getragen und gemeinsam verfolgt werden.
Planung der Pflegemaßnahmen
Die konkrete Maßnahmenplanung (Art, Zeitpunkt und Umfang der Leistung) orientiert sich an dem individuellen Pflegebedarf und den Zielen. Die Maßnahmen bilden einen für alle verbindlichen Arbeitsplan.
Durchführung der Pflege
Die Mitarbeiter/Innen halten sich an den Pflegeplan. Alle Abweichungen von der Pflegeplanung werden im Berichtsblatt dokumentiert.
Beurteilung der Wirkung
Es wird der Verlauf, die Wirkung der Pflegemaßnahmen, sowie das Befinden der Hausbewohner/Innen zum festgelegten Termin überprüft. Die Beurteilung der Pflegewirkung findet regelmäßig,
z.B. im Rahmen der Dienstübergabe statt.
Für jede/n Hausbewohner/In ist eine Pflegefachkraft bestimmt, die den Pflegeprozess erstellt, überwacht und koordiniert.
Die Wohnbereichsleitungen und Pflegedienstleitung überwachen die Erstellung und regelmäßige Fortschreibung der Pflegeprozesse.